Dienstag 14. September 2010 um 19.30 Uhr

Carmen Renate Köper liest

Mascha Kaléko: “Was man so braucht …”

“Man braucht nur eine Insel
allein im weiten Meer.
Man braucht nur einen Menschen,
den aber braucht man sehr.”

Alte Synagoge
Mainzer Str. 19
65428 Rüsselsheim

Carmen Renate Köper liest Texte von Mascha Kaléko (7.6.1907 - 21.1.1975) und bietet damit einen Einblick in Leben und Werk der Lyrikerin. Mascha Kaléko wurde als Tochter einer österreichischen Mutter und eines russischen Vaters in Galizien geboren. Zweite, fast schon eigentliche Heimat wurde das Berlin der Zwanziger Jahre, wo sie und ihre Verse entdeckt wurden und wo sie Anschluss an die literarische Bohème vor allem des Romanischen Cafés fand.
Mascha Kaléko emigrierte 1938 nach New York und übersiedelte 1966 nach Israel. 1975 starb sie bei einem Zwischenaufenthalt in Zürich.

“Eine Dichterin der Großstadt ist diese Mascha Kaléko …” (Hermann Hesse)

“Man hat Mascha Kaléko verglichen mit Morgenstern, Kästner, Ringelnatz, aber das trifft es nicht. Sie hat deren Verspieltheit, satirische Schärfe und Sprachwitz, aber es kommt ein Sehnen hinzu, eine zarte Zerbrechlichkeit, die den Atem nehmen kann beim Zuhören …”,
Jan Schulz-Ojala im “Tagesspiegel”.

“Sie weiß auf alles eine Antwort, Laufmaschen, Halsweh, Eifersucht und billige Cafés - nichts ist ihr fremd. Sie reimt. Und das klug und mit Verstand. Sie ist eine Philosophin der kleinen Leute, vergaloppiert sich nie. Trotz Sentimentalität! Nie ist sie süßlich verlogen, nein, eher herb und sehr gescheit. Ich hätte sie gerne gekannt”, Anna Rheinsberg in der “Welt”.

Eine Veranstaltung der vhs Rüsselsheim und der “Stiftung Alte Synagoge”.

Eintritt frei, Spenden für die Stiftung sind erwünscht