Prof. Carmen Renate Köper (Eschberg)

lebt in Wien; verheiratet mit Peter Eschberg, zwei Töchter, ein Sohn.

In Dortmund geboren, aufgewachsen im Ruhrgebiet, habe ich nie ein Theater von innen gesehen, als ich beschließe, Schauspielerin zu werden. Aus lebenserhaltenden Gründen wird nach dem Zusammenbruch 1945 eine Ausbildung in der Landwirtschaft angestrebt. Dann aber doch Flucht in eine Arbeitsstelle in einem frauenlosen Haushalt in Recklinghausen und gleichzeitiger Besuch der Schauspielschule Bochum.

Engagements

  • Tourneetheater “Die Werkstatt” mit Hermann Speelmanns als Tochter in “Der Vater” von Strindberg.
  • Stadttheater Itzehoe, Oberhausen, Kaiserslautern, Dortmund, Wiesbaden, Bochum (Intendant Hans Schalla)
  • Düsseldorf (Intendant K.-H. Stroux)
  • Frankfurt (Intendant Harry Buckwitz)
  • Köln (Intendanten H. G. Heyme/ Jürgen Flimm)
  • Bonn (Intendant Peter Eschberg)
  • Frankfurt (Intendant P. Eschberg)
  • Tanztheater Wuppertal (Pina Bausch)
  • Frankfurt “LITERATUR IM GLASHAUS” Europa – Frauen – Literatur
  • Frankfurt “Literarischer Salon” im Holzhausenschlösschen

Wesentliche Rollen

Penthesilea, lphigenie, Lavinia (Trauer muss Elektra tragen), Winnie (Glückliche Tage), Kameliendame, Mutter Courage, Maria Stuart, U.Auff. Gräfin von Rathenow, U.Auff. Burgtheater (Jelinek) U.Auff: Clara S.(Jelinek) Besuch der alten Dame (Dürrenmatt), Physiker (Dürrenmatt), Kirschgarten (Tschechow), Antiphon (Barnes), Frau v. Stein (Ein Gespräch im Hause Stein) ect. ect.

Drehbücher

Seit 1986 Drehbuchautorin für Fernsehreihe “Leben im Alter”
(18 Folgen)

Eigene Fernsehfilme

  • Realisation von eigenen Fernsehfilmen in der Reihe “Erinnern für die Zukunft” WDR
  • Film über und mit Marianne Hoppe – Steffi Spira – Anja Lundholm – Karl Paryla – Maria Gräfin Maltzan – Hans Weigel – Otto Tausig – Hermann Langbein – Viktor Mateyka – u.a.

Filmarbeiten

  • Seit 1991 Filmarbeiten beim Hessischen Rundfunk
    • 1993 – “Der lange Weg nach Frankfurt” (Ehepaar Littwack)
    • 1994 – “Fragt uns aus” (Arno Lustiger)
    • 1995 – “Warum starb Sonja Okun”
    • 1995 – “Warum hab ich überlebt” (Trude Simonsohn)
    • 1997 – “Mir ward die Liebe nicht – Bertha Pappenheim, Portrait einer ungewöhnlichen Frau”

Buchveröffentlichungen

  • 1995 – “Ein unheiliges Experiment” – Das Neue Theater in der Scala, Löcker Verlag Wien; erste Buchveröffentlichung
  • 1998 – “Zeit der Befreiung” (Beitrag C. Köper: “Frauen am Neuen Theater in der Scala” – Wenig Lohn für großes Engagement), Picus Verlag Wien, Herausgeber Peter Roessler
  • 1999 – Jüdischer Almanach (Beitrag “Wer war Sonja Okun”), Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main
  • 2007 – “Das kurze Leben der Sonja Okun” – Geliebt – verlassen – vernichtet, Brandes & Apsel Verlag Frankfurt am Main
  • 2008 – “Zwischen Emigration und KZ” – Fünf Leben, Edition Steinbauer Wien
  • 2012 – “Vom dicken, fetten Pfannekuchen” – Geschichten und Rezepte, Mandelbaum Verlag, Wien

Oper

  • Oper Köln: unter Leitung von Gerd Albrecht : “Peter und der Wolf”
  • Staatsoper München: Chorführerin in “Troades” von Aribert Reimann, Mus. Leitung G. Albrecht Regie J. P. Ponelle.

Auszeichnungen

  • 26.03.1998 – Berufstitel Professorin, verliehen von der Republik Österreich
  • 16.06.1999 – Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main
  • 01.12.1999 – Wilhelm Leuschner-Medaille des Landes Hessen
  • 06.11.2002 – Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
  • 24.03.2007 – Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main